Chronische Wunde heilt nicht: Was Sie selbst tun können
Eine Wunde, die nicht richtig zuheilt, kann für Betroffene im Alltag eine grosse Belastung sein. Bestimmt haben Sie bereits im Internet recherchiert, etwas aus der Hausapotheke ausprobiert oder gut gemeinte Tipps von Angehörigen bekommen. Trotzdem bleibt oft die Unsicherheit: Was kann ich selbst tun, ohne die Wunde zusätzlich zu belasten?
Genau hier ist es wichtig, die eigene Rolle richtig einzuordnen. Betroffene können im Alltag einiges beitragen. Wir schauen uns also gemein an worauf Sie bei der Pflege von chronischen Wunden achten sollen, welche Fehler häufig passieren und wann Fachpersonen übernehmen sollten.
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Wie kann ich die Wundheilung zu Hause unterstützen?
Eine chronische Wunde heilt besser, wenn die Bedingungen rundherum stimmen. Unsere Wundexperten von Rodday achten deshalb nicht nur auf die offene Stelle, sondern auch auf den Alltag der betroffenen Person: Wie stark wird die Stelle belastet? Drücken Schuhe oder andere Kleider auf die Wunde? Wie sauber läuft der Verbandswechsel ab? Gibt es Grunderkrankungen?
Betroffene selbst können vor allem bei diesen Punkten ansetzen:
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die Wunde regelmässig beobachten
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Veränderungen ernst nehmen
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Druck auf die betroffene Stelle vermeiden
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Schuhe, Socken und Einlagen kontrollieren
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auf saubere Hände und eine saubere Umgebung achten
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den Körper mit ausreichend Eiweiss und Vitaminen unterstützen
Aus der Praxis wissen unsere Fachpersonen, dass Wunden an Zehen, Ferse oder Bein häufig vorkommen. Sie empfehlen deshalb, regelmässig die Schuhsohle und das Innenfutter zu kontrollieren. Ein kleiner Stein im Schuh, eine Falte im Innenfutter oder eine Druckstelle kann reichen, um eine Wunde zu verursachen oder eine bestehende Wunde immer wieder zu reizen.
Diese Fehler sollten sie bei der Wundversorgung vermeiden
Ein häufiger Fehler ist, dass Betroffene bei kleinen Wunden zu lange abwarten. Die Stelle wirkt am Anfang harmlos, deshalb decken sie sie ab und probieren etwas aus der Apotheke aus. Unsere Wundexperten erleben genau das oft: Betroffene übernehmen die Pflege der Wunde selbst, verlieren dabei aber wertvolle Zeit.
Typische Fehler zu Hause sind zum Beispiel:
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Betroffene warten zu lange, weil die Wunde klein oder harmlos wirkt.
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Sie probieren Hausmittel aus, obwohl sich die Wunde nicht verbessert.
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Sie wechseln den Verband, ohne vorher die Hände gründlich zu waschen.
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Sie desinfizieren die Hände nicht.
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Sie achten beim Verbandswechsel zu wenig auf eine saubere Umgebung.
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Haustiere laufen während des Verbandswechsels in der Nähe herum.
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Betroffene übersehen kleine Druckstellen oder Reizungen, die die Wunde immer wieder belasten.
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Betroffene arbeiten weiter selbst an der Wunde, obwohl bereits Fachpersonen eingeschaltet sind.
Sobald Fachpersonen die Wundversorgung übernehmen, sollten Betroffene die Arbeit an der Wunde möglichst ihnen überlassen. So bleibt die Versorgung klar und die Fachpersonen können besser beurteilen, ob sich die Wunde verbessert.
Diese Faktoren beeinflussen die Wundheilung
Eine Wunde betrifft nicht nur die Haut. Der ganze Körper arbeitet an der Heilung mit. Deshalb achten unsere Wundexperten auch auf Faktoren, die auf den ersten Blick nicht direkt mit der Wunde zu tun haben.
Ernährung: Der Körper braucht Nährstoffe, um die Heilung zu unterstützen. Unsere Wundexperten nennen hier vor allem gute Eiweisse und Vitamine. Betroffene sollten deshalb darauf achten, regelmässig und ausgewogen zu essen. Besonders bei wenig Appetit, Gewichtsverlust oder einseitiger Ernährung lohnt sich eine fachliche Einschätzung.
Bewegung: Bewegung kann wichtig sein, darf die Wunde aber nicht zusätzlich belasten. Wer eine Wunde am Fuss, an der Ferse oder am Bein hat, sollte deshalb mit Fachpersonen klären, welche Belastung sinnvoll ist.
Entlastung: Druck kann die Heilung immer wieder stören. Besonders bei Wunden an Zehen, Ferse oder Bein lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf den Alltag: Reibt der Schuh? Drückt eine Stelle immer wieder? Gibt es etwas im Schuh, das die Wunde reizt? Unsere Wundexperten achten genau auf solche Auslöser. Denn manchmal reicht schon eine kleine Druckstelle, damit eine Wunde schlechter heilt oder immer wieder aufbricht.
Einer der wichtigsten Faktoren: Hygiene
Wenn Betroffene den Verband selbst wechseln, zählt vor allem eins: sauberes Arbeiten. Befolgen sie dabei diese einfachen Schritte:
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Hände vor dem Verbandswechsel gründlich waschen.
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Wenn möglich die Hände desinfizieren.
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Eine saubere Unterlage vorbereiten.
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Verbandmaterial nicht offen herumliegen lassen.
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Haustiere währenddessen fernhalten.
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Die Wunde nicht unnötig berühren.
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Bei Unsicherheit nicht weiterprobieren, sondern Fachpersonen fragen.
Ein sauberer Verbandswechsel kann zu Hause möglich sein. Die eigentliche Behandlung der Wunde sollte jedoch in fachlichen Händen bleiben. Denn Fachpersonen beurteilen, welches Material passt, wie oft der Verband gewechselt werden sollte und ob sich die Wunde in die richtige Richtung entwickelt.
Sobald Wundexpertinnen oder Wundexperten eingeschaltet sind, ist es deshalb wichtig, nicht parallel selbst weiterzubehandeln. So bleibt die Versorgung übersichtlich und die Fachpersonen können besser einschätzen, was der Wunde wirklich hilft.
So können Angehörige sinnvoll unterstützen
Angehörige möchten oft helfen. Das ist wertvoll, aber nicht jede Hilfe sollte direkt an der Wunde stattfinden. Sinnvoller ist Unterstützung im Alltag.
Angehörige können zum Beispiel:
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auf Veränderungen achten,
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an Termine und Kontrollen erinnern,
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beim Herrichten einer sauberen Umgebung helfen,
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Schuhe, Socken oder Druckstellen mit im Blick behalten,
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Betroffene zum Essen und Trinken motivieren,
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bei Unsicherheit den Kontakt zu Fachpersonen unterstützen.
Weniger sinnvoll ist es, selbst an der Wunde zu arbeiten, Hausmittel aufzutragen oder den Verband ohne Anleitung zu verändern. Gut gemeinte Hilfe kann die Wundheilung stören, wenn Keime an die Wunde gelangen oder die Versorgung durcheinandergerät.
Wunde selbst versorgen: Wo liegt die Grenze?
Betroffene können die Heilung im Alltag unterstützen, aber sie sollten eine chronische Wunde nicht allein behandeln. Entscheidend ist eine klare Rollenverteilung: Betroffene achten auf Hygiene, Entlastung, Ernährung und Veränderungen. Fachpersonen beurteilen die Wunde, wählen die passende Versorgung und begleiten den Verlauf. So entsteht die beste Grundlage dafür, dass die Wunde nicht einfach weiter beobachtet wird, sondern gezielt heilen kann.
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Wunde normal heilt oder fachliche Unterstützung nötig ist, lassen Sie die Stelle frühzeitig von Fachpersonen beurteilen. Gemeinsam mit unserem Partner Rodday unterstützen wir Sie bei der professionellen Wundversorgung zu Hause und helfen dabei, die nächsten Schritte richtig einzuordnen.