Chronische Wunde erkennen: Diese Anzeichen sollten Sie ernst nehmen

«Das wird schon wieder.» Diesen Gedanken kennen viele Betroffene, wenn eine Wunde nicht sofort heilt. Besonders an den Zehen, an der Ferse oder am Bein wird eine offene Stelle schnell unterschätzt. Sie kleben ein Pflaster darauf, warten nochmals ein paar Tage und probieren vielleicht das eine oder andere Hausmittel aus.

Wenn aus Tagen Wochen werden und die Wunde noch immer nicht heilt, Schmerzen verursacht, nässt oder unangenehm riecht, sollten Sie jedoch genauer hinschauen. Denn manchmal steckt mehr dahinter als eine harmlose Verletzung. Eine Wunde, die nicht wie erwartet heilt, kann auf eine chronische Wunde hinweisen und sollte frühzeitig ernst genommen werden. 

Chronische Wunde wird versorgt

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Wann wird aus einer Wunde eine chronische Wunde?


SpitexCare arbeitet im Wundmanagement mit dem Fachpartner Rodday zusammen. Die Wundfachpersonen von Rodday sprechen von einer chronischen Wunde, wenn eine Wunde nach ihrer Entstehung länger als sechs bis acht Wochen zur Heilung braucht. Ein entscheidender Faktor ist auch, ob sich die Wunde in dieser Zeit wirklich verbessert. Eine gut heilende Wunde verändert sich mit der Zeit sichtbar zum Positiven. Bleibt sie dagegen über Wochen offen oder verschlechtert sich, kommt die Heilung nicht richtig voran und kann auf eine chronische Wunde hinweisen.

Diese Ursachen stecken häufig hinter chronischen Wunden

Eine Wunde kann mit einem Stoss, einem Sturz, einer Operationsstelle oder einer kleinen Verletzung beginnen. Normalerweise startet der Körper danach den natürlichen Heilungsprozess. Dafür braucht er gute Voraussetzungen: eine gute Durchblutung, möglichst wenig Druck auf die betroffene Stelle und keine zusätzliche Belastung durch Keime oder Grunderkrankungen.

Besonders häufig hängen chronische Wunden mit Erkrankungen oder Belastungen zusammen, die die Heilung erschweren. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Diabetes

  • Gefässerkrankungen wie zum Beispiel chronischvenöse Insuffizienz oder arterielle Verschlusskrankheiten

Auch Druckstellen, Keime oder bestehende Grunderkrankungen können die Heilung stören. Deshalb schauen unsere Fachpersonen nicht nur auf die offene Stelle. Sie klären auch, warum die Wunde nicht heilt.

Anzeichen, dass eine Wunde nicht normal heilt

Eine normal heilende Wunde sollte sich mit der Zeit klar verbessern. Sie nässt weniger, riecht nicht auffällig und verursacht nach und nach weniger Schmerzen. Auch etwas klare, leicht blutige oder helle Wundflüssigkeit kann normal sein.

Aufmerksam werden sollten Betroffene, wenn sich die Wunde deutlich verändert, beziehungsweise verschlechtert. Unsere Wundexperten achten besonders auf folgende Anzeichen:

  • Die Wunde nässt plötzlich stärker.

  • Die Wundflüssigkeit wirkt grünlich.

  • Die Wunde riecht unangenehm oder ungewohnt.

  • Die Schmerzen nehmen zu.

  • Die betroffene Stelle fühlt sich stärker belastet oder druckempfindlich an.

Solche Veränderungen können darauf hindeuten, dass Keime die Heilung stören oder die Wunde aus anderen Gründen nicht richtig vorankommt. In solchen Fällen sollte die Wunde zeitnah von einer Fachperson beurteilt werden.

Wann sollte ich zum Arzt oder zur Fachperson?

Betroffene müssen somit nicht bis zur Sechs- bis Acht-Wochen-Grenze warten. Diese Grenze beschreibt lediglich, ab wann Fachpersonen von einer chronischen Wunde sprechen. Hilfe ist oft schon früher sinnvoll, besonders dann, wenn Unsicherheit besteht oder die Wunde trotz Pflege nicht wie erwartet heilt.

Eine einfache Orientierung hilft: Verbessert sich die Wunde sichtbar, kann sie weiter beobachtet werden. Bleibt sie gleich, wird sie grösser oder kommen diese auffälligen Veränderungen wie stärkeres Nässen, Geruch oder zunehmende Schmerzen dazu, empfehlen wir den Einbezug von Fachpersonen.

Besonders rasch sollten Menschen mit Diabetes, bekannten Gefässerkrankungen oder wiederkehrenden Wunden an Bein, Zehe oder Ferse reagieren. Unsere Wundexperten erleben häufig, dass Betroffene zuerst abwarten oder Hausmittel ausprobieren. Dadurch kann wertvolle Zeit verloren gehen.

Warum eine frühe professionelle Beurteilung bei Wunden wichtig ist

Eine chronische Wunde ist selten nur ein Hautproblem. Um sie richtig einzuschätzen, schauen Fachpersonen nicht nur auf die offene Stelle. Sie prüfen auch, was die Heilung bremst, beziehungsweise was dahintersteckt.

Eine frühzeitige Beurteilung durch erfahrene Wundfachpersonen hilft, mögliche Ursachen schneller einzugrenzen und die Versorgung passend zu planen. Gemeinsam mit unserem Partner Rodday kann SpitexCare die Wunde fachlich einschätzen lassen und die weitere Versorgung gezielt koordinieren.

Kurz gesagt: Eine Wunde, die nicht heilt, sollte ernst genommen werden. Nicht jede kleine Verletzung ist sofort ein Problem. Aber wenn die Heilung stehen bleibt oder sich die Wunde verändert, ist fachlicher Rat der richtige nächste Schritt.

Sie haben Probleme mit einer Wunde? Wir beraten Sie gern unverbindlich: